Streckenbeschreibung

Streckencharakter:

Der STUNT 100 verläuft auf 4 unterschiedlichen großen Runden. Nach jeder Runde wird der Sibbesser Sportplatz angelaufen. Es ist ein Trail-Lauf, der trotz unvermeidlicher Km auf Asphalt seinem Namen mehr als gerecht wird.
Die neue Strecke hat 4377 gesammelte Höhenmeter. Der alte Kurs hatte knapp 3000. Die Messung erfolgte mit identischer Software der Landesvermessungsämter, es kann also verglichen werden. Die Höhenmeter und damit die Schwere der Strecke ergeben sich durch das pausenlose Auf und Ab. Es gibt nur sehr wenige flache Passagen.

Insbesondere die schnelleren Läufer werden unter Umständen nachts in einen dann sehr anspruchsvollen Streckenabschnitt geraten (Insider: Der „Külf“ aus der alten Runde 1. Diesmal aber in entgegengesetzter Richtung). Du kannst hier stürzen und auch Ab-stürzen. Es ist dort nachts nicht ungefährlich. Sei Dir dem bewusst. Auch muß meist nachts die mäßig befahrene Bundesstraße 3 völlig eigenverantwortlich und ohne Absicherung durch uns überquert werden!

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Rundenlängen:

1. Runde („Trailrunners Paradise“): 48,4 km, 1377 Höhenmeter
2. Runde („Buckelpiste“): 54 km, 1609 Höhenmeter
3. Runde („Külfüberquerung“): 37,8 km, 853 Höhenmeter
4. Runde (Finale“): 20,6 km, 538 Höhenmeter (Wendepunktstrecke)

Es kann sein, daß bis zur Austragung im Frühjahr noch minimale Änderungen des Streckenentwurfs vorgenommen werden müssen. Die kann Auswirkungen auf Längen- und Höhenangaben haben. Beachte immer mal „Was ist neu?“

Du wirst den STUNT in seinem Verlauf als anspruchsvoll, aber sehr abwechslungsreich erleben. Jede Runde ist anders. Du erlebst immer wieder andere Eindrücke, so daß Monotonie wohl kaum aufkommen wird. Natürlich ist die zweite Runde nur sehr wenig Trail, viel Schotterwege, saumäßige Höhenmeter, viel direkte Sonne, wenn sie denn scheint. Wissen wir. Aber die 1. Und die 3. Runde erlebst du fast ausschließlich im Dschungel. Volle 100 Meilen durchs Gestrüpp wären auch doof.

Das wirst du wahrscheinlich empfinden:
1. Runde: Herrliche Trails. Viel Wald. Wundervoll.
2. Runde: Jetzt wird das echt ernst. Auwei. Du vermisst die lockeren Trails der 1. Runde. Scheiß viele Höhenmeter, scheiß Schotterwege, scheiß Sonne, alles Scheiße!
3. Runde: Ein Traum oder ein Albtraum. Je nachdem. Viel Trail. Viel wirkliche, echte Einsamkeit. Vor allem wenn du auf dieser Runde nachts läufst.
4. Runde: Genußvolle Schotterwege am Waldrand mit viel Aussicht ins Tal. Kein Geschenk, aber genieße das Finale.
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Beschreibung 1. Runde (48,4 km)
Die Runde wird gegen den Uhrzeigersinn gelaufen. Zunächst also nach Bad Salzdetfurth. Achtung: Die Schleife am Tosmarberg wird jedoch im Uhrzeigersinn gelaufen. Also von unten kommenden den Berg geradeaus nach unten überqueren. Unten rechts nach Röderhof und wieder rauf. Siehe Karte.

Ein Traum im Hildesheimer Wald. Dies ist das Waldgebiet, was Stammgäste schon auf der alten dritten Runde erleben durften. Dennoch: Eine gewisse Herausforderung an Deine Fähigekeiten, mit Deinem GPS-Gerät navigieren zu können. Du bist viel auf Single-Trails unterwegs.
Wir starten den STUNT nun erstmals am Sportplatz in die andere Richtung, so wie früher die vierte Runde. Du siehst etwas rechts von Dir bereits den riesigen Fernsehturm auf dem Griesberg. Dort oben bist Du gleich. Dahinter erstreckt sich den Bergrücken hinab Richtung Bad Salzdetfurth der erste geniale Single Trail. Nach der ersten Aid-Station läufst Du über den Single-Trail des Bosenberges hinab ins Tal und sehr steil über den Tosmarberg auf neuem Verlauf zum Söhrer Forsthaus. Von dort eine kleine Schleife wieder auf den langen Rücken des Tosmarberges, den Du nun in gesamter Länge bis Diekholzen genießen darfst. Ist echt toll da oben. Eins der Highlights unserer gesamten Gegend.

Am Hildesheimer Aussichtsturm erwartet Dich die nächste Aid-Station. Nach einer Schleife über moderate Forstwege gehts auf einen weiteren Single-Trail auf dem Kammweg, über den Du später Sibbesse erreichst.
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Beschreibung 2. Runde (54 km)
Wird komplett im Uhrzeigersinn gelaufen. Also zunächst über die Vorberge nach Sack (Alfeld).

Hier hast Du zwar etwas weniger Single-Trails, bekommst es mit den Höhenmetern aber richtig besorgt. Zunächst auf Forstwegen über die Berge hinab nach Alfeld. Herzlichen Glückwunsch, die Höhenmeter aus dem Tal darfst Du gleich wieder hoch. Single-Trail. Wahrscheinlich hier starker Bewuchs und Boden-Aufbrüche von Wildschweinen. Du bist hier im Hellen, aber etwas unheimlich ist das da schon….

Die nächste Verpflegung an der Grillhütte oberhalb Wrisbergholzen wieder auf der Sibbesser Seite der Berge. Durch die Feldmark geht es erstmal moderat nach Süden, bevor Du wieder einmal auf den Berg über den Rennstieg musst. Auf der anderen Seite gehts vom Adenstedter Waldsportplatz sehr trailig hinab ins Tal und im späteren Verlauf an Hörsum vorbei zur altbekannten Aid-Station an der Wanderhütte oberhalb Röllinghausen.

Achtung, auf der jetzt folgenden zweiten Hälfte dieser Runde kommts in Sachen Höhenmeter ab jetzt ganz dicke. Allerdings ist die Landschaft hier aber auch ein Hochgenuß! Zunächst einfach gehts oft abwärts nach Alfeld. Dann aber schon heftig hoch auf den „Himmelbergturm“. Wer die Zeit hat, sollte von oben einen atemberaubenden 360° Rundumblick genießen. Musst Du aber nicht machen. Lauf anschließend hinab zur nächsten Aid bei Eimsen. Du bist nun in den so genannten „7 Bergen“. Zwischen Ostenberg und Sallberg musst Du steil berghoch. Das ist hier so ähnlich wie in der altbekannten „Wettenser Schlei“, nur eben einen Berg daneben. Oben erreichst Du dann bald auf einem mühsamen Singe-Trail den höchsten Punkt der Strecke. Der Aussichtsturm steht auf der „Hohen Tafel“ auf 395m über NN.

Das Gefälle zur nächsten Verpflegung am Waldrand östlich von Brüggen ist nicht zu unterschätzen. Das geht hier fein und lange eine Forststraße hinunter. Zu schnell gerannt machst Du Deine Oberschenkelmuskulatur fertig. Und wenn Du unten an der Verpflegung bist, hast Du gerade mal 92 km. Anschließend gehts nach kurzer und auch landschaftlich superschöner Erholung wieder den Berg in einem abenteuerlichen Hohlweg hinauf, um nach Eberholzen wieder die Höhenmeter zu verlieren. Von Eberholzen nach Sibbesse gehts nun noch einmal in moderaten Steigungen durch den Wald und dann hast Du diese wirklich in der Summe der Höhenmeter anspruchsvolle Runde geschafft.
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Beschreibung 3. Runde (37,8 km)
Wird komplett im Uhrzeigersinn gelaufen. Zunächst über die Sieben Berge nach Godenau.

Auf Forstwegen laufen nun die schnelleren Teilnehmer in die Dunkelheit hinein in die 7 Berge. Die Wettenser Schlei, ein sehr steiler Abschnitt zwischen zweien dieser Berge wird auf anderem Weg als früher erreicht. Die Schlei gehts steil hinab Richtung Godenau. Die Aid-Station ist in Godenau nun an anderer Stelle am weithin sichtbaren Imbiß direkt an der Bundesstraße.

So, zur Sache. Nun gehts in den Külf. Du läufst hier weithin genauso, wie in den zurückliegenden Jahren. Bloß eben genau in die andere Richtung, also nach Nord-Westen. Bitte achte hier ganz besonders auf die Orientierung. Dein GPS-Gerät ist auf diesem langen Single-Trail nur eine grobe Hilfe. Wenn Du richtig bist, bist Du aber für mehrere Kilometer immer durchgehend auf einem Single-Trail. Du läufst niemals querfeldein. Hast Du (nachts) den Trail verpasst und stehst irgendwo in der Botanik, empfehle ich Dir wirklich zurückzulaufen, bis Du wieder den Trail erreicht hast. Sonst verkeulst Du Dich da oben im Dunklen völlig.

Nach dem Külf musst Du unten die Bundesstraße 3 vollkommen eigenverantwortlich und ungesichert überqueren. Du hast hier weit über 100km in den Knochen. Bitte bleibe aufmerksam. Die Straße ist an dieser Stelle eine gnadenlose Rennstrecke.
Kurz vorm Bahnübergang bei Banteln findest Du die zweite Verpflegung auf dieser Runde. Ab der nächsten Ortschaft Rheden geht es wie früher gewohnt nach Sibbesse zurück. Wir werden am Sportplatz wieder das kleine Flutlicht für Dich eingeschaltet haben. Du siehst das Rundenziel schon weit voraus. Jetzt nur noch das Wendepunkt Finale.
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Beschreibung 4. Runde (20,6 km) – Wendepunkt bei Streckenhälfte
Das Finale des STUNT 100 erlebst Du überwiegend am Waldrand Richtung Barfelde. Du läufst wie auf der ersten Runde nach links vom Sibbesser Sportplatz weg hoch zum Waldrand. Im kleinen Bogen auf der Strecke kurz vor Barfelde solltest Du exakt auf die Orientierung achten, die dort zugegebenermaßen nicht sehr leicht ist. Der Wendepunkt ist in der bekannten Garage in Barfelde. Auf dem gleichen Weg mit gehts zurück, so daß Du hoffentlich noch einmal mehrere andere Teilnehmer treffen wirst.

Endlich in Sibbesse hast Du es geschafft! 100 Meilen Trail im Leinebergland mit 4300 Höhenmetern. Für alle, die das das erste Mal schaffen, beginnt nun ein ganz anderer läuferischer Lebensabschnitt. „There is nothing but 100 miles!“

Aid-Stations
Die Abstände zwischen den Stationen sind auf dem neuen Kurs länger geworden und damit deine Fähigkeit zur Eigenverantwortlichkeit mehr gefordert. Der STUNT 100 ist kein Volkslauf, an dem die Teilnehmer den Hintern gepudert bekommen. Es ist möglich, daß Du Dich mehrfach verläufst. ES IST September !!! Und deshalb muss man einfach noch rechnen mit Hitze und Durst. Du mußt unbedingt mit Doppeltrinkflaschengürtel oder Trinkrucksack laufen! Warum? Wenn Du von Station zu Station etwa 12 Km Zwischenraum hast, können auch schnelle Läufer dafür schon mal über 1,5 Stunden brauchen. Im September ohne oder mit zuwenig Getränken ein echtes Problem. Zusätzlich kannst Du Dich hier verlaufen, und so werden aus 1,5 Stunden 3 Stunden. Die Zeiträume zwischen den Stationen sind nicht mit Trainingszeiträumen vergleichbar. Dein Bedarf ist vielfach höher!

Drop-Bags
Der Sportplatz Sibbesse ist die Zentrale. Lagere hier alle Deine Ausrüstung und Bekleidung für alle Wetterlagen. Spätestens nach der zweiten Runde bei Km 102 wirst Du Dich hier wohl für die kühle Nacht präparieren müssen.
Für die Schutzhütte Röllinghausen (km 75,6) kannst du ebenfalls eine Tasche vorbereiten. Darin eigene Verpflegung oder Wechselbekleidung, sowie Ausrüstung hinterlegen. Handele nach Deiner Einschätzung bitte eigenverantwortlich!
Die Schutzhütte werden langsamere Läufer rechtzeitig erreichen, ums sich dort für die Dunkelheit vorzubereiten.
Die Taschen werden nach Hinweis im Briefing am Freitag abgegeben und von uns dorthin und wieder zurück transportiert.

KM 127 Freibad Banteln. Auch hier kannst du eine Tasche mit deiner gewünschten Ausrüstung hinterlegen.

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