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Streckenbeschreibung
Kleiner Hinweis:
Aufmerksame Leser der
Streckenbeschreibung werden erkennen, daß man exakt nach 100KM (nicht
Meilen) am Start/Ziel-Bereich vorbeikommt. Dies soll nur eine Ausstiegs-Möglichkeit
sein. BITTE, starte nicht wenn Du von vornherein planst, nur 100KM zu
laufen. Das hat folgenden Grund: unser kleines Helferteam ist nicht in
der Lage, den Zeitplan der Verpflegungsstationen auf einen viel
schneller laufenden 100KM-Läufer anzupassen. Wer im 6-er Schnitt und
schneller über die Strecke bürstet, wird definitiv schon auf der
ersten Runde absolut keine Verpflegungsstation vorfinden !
Selbstverständlich ist es kein Problem, 100 Meilen anzugehen und nach
100 Km auszusteigen, wenn es denn nicht mehr geht.
Streckencharakter:
Der STUNT 100 verläuft auf 4 unterschiedlichen großen
Runden. Nach jeder Runde wird der Sibbesser Sportplatz angelaufen.
Es ist ein Trail-Lauf, der trotz unvermeidlicher Km auf Asphalt seinem
Namen mehr als gerecht wird. Etwa 90% der Strecke verlaufen auf
Forstwegen und Single Trails. Du wirst auf bestimmten Passagen
definitiv durch Bewuchs im Fortkommen behindert werden. Wer beim
Stadtmarathon schon mal umgeknickt ist, sollte beim STUNT 100 nicht
mitmachen... :-D
Das Höhenprofil besorgt Dir den Rest.
Der STUNT 100 ist schwer !
Dies soll nicht abschrecken.
Realitäten müssen Dir jedoch bewußt sein, damit Du Dich drauf
einstellen kannst.
Höhenmeter:
Die Strecke hat 3858 gesammelte Höhenmeter !
Wenn Du Dir das Streckenprofil anschaust, wirst Du vielleicht denken,
daß es nicht schwer ist. Der niedrigste Punkt liegt bei ca. 80m
über NN, der höchste bei 371m.
Na warte...
Zitat: "The STUNT 100 will definetly KICK YOUR ASS !"
Beim Ablaufen in Etappen empfand ich subjektiv die Steigungen bei KM 42
("Roadrunner´s hell"), ganz schlimm Km 72 und auch Km 119 am heftigsten.
Solltest Du beim STUNT 100 zum ersten mal 100 Meilen Trail laufen,
halte Dich am besten an erfahrene Läufer. Diese wissen, daß
Steigungen schon zu Beginn hochgegangen werden, ansonsten kommst Du
nicht an.
Death Valley:
Zwischen etwa KM 77 und 90 läufst Du sehr flach durch das offene
Leinetal. Überwiegend auf einem asphaltierten Radweg. Links und
rechts wird die Strecke in einiger Entfernung durch Höhenzüge
gesäumt. Wenn hier im August die Sonne hinein scheint, wirst Du nach
meiner Erfahrung noch guter Dinge ins Tal hineinlaufen und um
Laufstunden gealtert und ermüdet herauskommen. Dieser Abschnitt
ist nicht zu unterschätzen und keineswegs eine Erholung ! In der
heißen Ausgabe 2006 hat sich der STUNT in diesem Abschnitt
maßgeblich entschieden. Einige Teilnehmer beendeten hier im
Flachstück das Rennen. Andere bekamen hier den
"Todesstoß". FEEL THE FIRE !
Rundenlängen:
1. Runde ("Grüne Hölle") 50 KM; 1698 Höhenmeter
2. Runde ("Panorama-Runde") 50 KM; 1008 Höhenmeter
3. Runde ("Nightmare on Tosmarberg") 43,9 KM 821 Höhenmeter
4. Runde ("Zielsprint") 17,6 KM, 331 Höhenmeter
Streckenbeschreibung:
Km 0-12
bis Godenau. Anschließend große Runde im Uhrzeigersinn von 26 KM. Km 38-50 auf gleichem
Weg wie am Anfang zurück nach Sibbesse.
Die erste Runde
ist die anspruchsvollste. Wir
nennen sie die "Grüne Hölle" wegen der massiven Stärke
des Bewuchses auf den Kammwegen des Duinger Berges und des Külfs.
Nach kurzer Zeit in der asphaltierten
Sibbesser Feldmark geht es eine steile Rampe in den Wald hinein und
dort auf und ab weiter auf Forstwegen. Nach etwa 8 KM bist Du an der
Kante der Wettenser Schlei, auch "Roadrunners hell" genannt. Hier geht
es auf holperigem Weg 1,5 KM recht steil bergrunter. Kannst Dich
freuen. Nach 41 KM darfst Du Dich hier wieder hoch wuchten. Nach kurzem
Gastspiel im Leinetal am niedrigsten Punkt der Strecke kommst Du zu
einem Kreuzungspunkt von Runde 1 und 2. Hier ist eine bemannte
Aidstation. In Runde 1 läufst Du weiter geradeaus über den
Bahnübergang hinüber. Dieser kann auch mal geschlossen sein.
Ruhig Blut. Kurz danach kommst Du zur Bundesstraße 3. Diese
muß selbständig und OHNE STRECKENSICHERUNG
überquert werden. Zwar ist der Verkehr nicht riesig und die
Straße mit je einem Fahrstreifen für jede Richtung nicht
besonders breit, aber Du überquerst die Straße auf eigene
Gefahr !
Bald geht es wieder bergauf auf den Duinger Berg. Im Jahr 2009 geht der letzte 300m lange Aufstieg zum Kammweg einen Weg früher hinauf. Ansonsten alles wie immer. Der Kammweg ist ein
traumhafter Single-Trail. Du wirst behindert werden durch Bewuchs. Aus
Gründen der Zeitersparnis ist zu empfehlen, sich nicht mit Kletten
in den Schienbeinen aufzuhalten. Halte erst dann an, wenn Du komplette
Dornenhecken hinter Dir herziehst ! Auch liegen hier viele umgestürzte Bäume. VielSpaß beim
Klettern! Du läufst etwa 4 km auf dem Kammweg. Die letzten
eineinhalb Km davon hast Du es oft mit hüfthohem Gras und
Brennesseln zu tun. Richte Dich darauf ein. Auch der Zecken wegen
empfiehlt es sich, die erste Runde auch bei Hitze in dünner langer
Hose zu laufen!
Nach etwa 24 Km verläßt Du den Duinger Berg und läufst
flach zu einem anderen Höhenzug, dem Külf. Auf dem Kammweg
des Külf erwartet Dich über mehrere KM wieder ein
wunderschöner Single Trail. Es geht waschbrettartig ständig
auf und ab. (Michael meint, "sägeblattartig") Die
Höhenmeter sind jedoch überschaubar. Du hast es hier viel mit
Baumwurzeln auf dem Weg zu tun. Achtung: nach 33km kannst Du Dich hier
verlaufen. Bitte beachte unbedingt die Hinweise im Briefing am Abend
vorher!
Wenn Dich der Külf wieder ausspuckt, mußt Du unten eine kleine
Landstraße mitten in einer sehr gefährlichen Kurve NICHT
abgesichert überqueren. Wenn Du die Straße erreichst, laufe
gerade rüber auf den Pfad neben der Straße und dort links. 2
Km später überquerst Du ebenfalls selbständig die B3 zur
Aidstation am Bahnübergang, der hoffentlich offen ist. Jetzt geht
es bis Sibbesse den gleichen Weg zurück, den Du vorhin hergelaufen
bist. Du kannst vor Dir schon den Bergeinschnitt sehen, die Wettenser
Schlei, Roadrunners hell. Kannst auch schon mal leise anfangen zu
jammern aber es wird Dir kaum helfen ! Das Ding ist für
norddeutsche Verhältnisse irre steil und saugt Kraft. Versuche
nicht, da hoch zu laufen. Auch nicht, wenn Du ein Top-Ultra bist.
Achte im verzweigten Wegenetz des Waldes auf die Streckenmarkierung. Hier verlaufen ist sehr unangenehm.
Nach 50 Km erreichst Du den Sibbesser Sportplatz.
Die zweiten 50 KM verlaufen auf einer Runde, die Dir oft eine schöne Aussicht ins Leinetal, bzw. auf den
Harz ermöglicht.
Der Einstieg in den Wald ist exakt der Gleiche wie in der ersten Runde.
Achte jedoch darauf, daß Du am Kreuzungspunkt nach 53,6 Km nicht
wieder rechts abbiegst, wo Du eben hergekommen bist. Achte auf die
Markierung ! Du mußt an der gleichen Kreuzung nach links auf den
so genannten Rennstieg abbiegen. Dieser ist seitens der Wandervereine
im weiteren Verlauf mit einem weißen "R" gekennzeichnet. Unsere
Kennzeichnung wird jedoch zusätzlich angebracht.
Zunächst einige KM eindeutig verlaufender Single Trail. Dann wird
von Dir wieder eigenverantwortlich eine Landstraße
überquert. Wenn Du den Trail hinunter auf die Straße kommst,
kurz wenige Meter rechts entlang und dann über die Straße
hinüber auf den asphaltierten Waldweg bergauf. Oben angekommen
verläuft Dein Weg auf guten Forstwegen des Rennstieges.
Bei KM 59,6 überquerst Du wieder eine ungesicherte
Landstraße. Nun bist Du am Waldrand und hast nach vorn links bei
guter Sicht einen herrlichen Blick auf den Harz, wahrscheinlich auch
den Brocken (1142m). Nach einem Wiederabtauchen in den Wald kommst Du zum Waldrand
vor Everode, vergiss hier das Abbiegen nach links nicht, sonst bist Du
falsch. 2006 haben sich hier 2 Teilnehmer verlaufen. Im weiteren
Verlauf kommst Du über Trails, Forststraßen und Graswege
durch das kleine Dorf Everode. Hier bitte sehr aufmerksam die Karte
studieren und die Abzweigungen nicht verpassen. Hinter Everode kannst
Du Dich präventiv nochmal an der bemannten Aid-Station
trösten lassen, denn etwa bei KM 72 erwartet Dich wieder ein
hartes Stück Arbeit bergauf durchs Gestrüpp. Dies ist einer
der schwersten Streckenabschnitte des STUNT. Die Steigung ist 650m lang
(nicht hoch) und sehr unwegsam. Sie hat zwar "nur" rund 20% Steigung,
ist aber vor allem im oberen Bereich echte Wildnis. Beim Markieren mit
MTB benötige
ich hierfür in ausgeruhtem Zustand fast 20 min (!!!) Oben wirst Du
jedoch wieder mit einem wunderschönen Pfad, später am
Waldrand mit Ausblick auf das Leinetal entschädigt.
Bei KM 77 hast Du alle Höhenmeter abgebaut und läufst ins
"Death Valley". Die Strecke verläuft nun auf überwiegend
asphaltiertem Radweg kurz durch Alfeld hindurch entlang des Flusses
Leine. Unterschätze nicht diesen Streckenabschnitt !!! Bei
Sonneneinstrahlung keine Erholung !
Bei 82 Km am Bahnübergang kommst Du wieder zur bekannten
Aid-Station der ersten Runde. Ab KM 92 warten wieder Steigungen in den
Wald hinein auf Dich. Auch hier bitte aufmerksam laufen wegen einiger
Abzweigungen. Sibbesse erreichst Du nach exakt 100 KM. Du läufst
aber ganz sicher weiter... !
Dritte Runde (Nachtrunde) Km 100-116 bis Diekholzen. Anschließend 10 Km im Wald gegen den Uhrzeigersinn. KM 126-143,9 den
gleichen Weg zurück. Begegnungsmöglichkeit !
Achtung: Wegen Flurbereinigungsmaßnahmen muss der Streckenverlauf 2010 ein wenig abgeändert werden!
Zunächst auf gleichem Weg wie zum Ende der zweiten Runde Richtung
Eberholzen. Kurz vorher (!) rechts runter zur Landstraße, die
wieder ungesichert überquert wird. Es folgen einige erholsame Km
im Feld, überwiegend mit leicht abfallender Strecke. Die Strecke
läßt sich hier leider sehr schlecht markieren. Du
benötigst unbedingt Deine Karte. Orientiere Dich hier lieber in
aller Ruhe präszise und nimm den Zeitverlust dafür in
Kauf. Besser als sich nach über 100 km in der Nacht zu verlaufen.
Das kostet Dich viel mehr Zeit und Nerven.
Nachdem Du das Dorf Nienstedt tangiert hast, kommst Du später nach
Eitzum. Hier wieder unbedingt aufmerksam mit Karte laufen und
Wegmarkierungen beachten.
Im nächsten Ort Barfelde geht es gleich nach Ortseingang rechts
entlang berghoch in den Wald hinein. In der Nacht erwarten Dich
überwiegend gut zu laufende und zu orientierende
Forststraßen. Wenn Du Angst hast vor Wildschweinen, hast Du beim
STUNT ein Problem. Hier im Hildesheimer Wald wirst Du in dieser Nacht
viele davon sehen und hören -und sie Dich auch :-) - Nach
einem Gefällstück unterquerst Du die ICE-Bahnstrecke und
kommst nach Diekholzen. Im Ort bist Du richtig, wenn Du einige
Treppenstufen abwärts laufen mußt. Kurz danach wird von Dir
wieder eine Hauptstraße überquert. Nach Überquerung
gleich rechts auf dem Radweg weiter zum Waldrand. Kurz in den Wald
hinein und noch vor dem Sportplatz rechts einen kleinen Pfad nehmen zu
einem Parkplatz. Dort findest Du eine zentrale Aid-Station. Zurück
im Wald am Sportplatz vorbei auf Forstwegen geht es bald links auf die
Überquerung des Tosmarberges (310m "Paßhöhe"). Dort ist
eine ganz besondere bemannte Aid-Station für Dich vorbereitet. Wir
versuchen es Dir in der harten Nacht so angenehm wie möglich zu
machen. Anschließend 3 Km Gefälle zum nördlichen Rand
des Hildesheimer Waldes. Am Waldrand (Söhrer Forsthaus) links.
Nach 800 m rechts auf einen Single Trail. Ganz toller Weg ! Geht etwa
2,5 Km so weiter bis Du wieder nach Diekholzen zur Aidstation am
Waldrand kommst.
Von hier exakt den gleichen Weg zurück nach Sibbesse, wie Du hergekommen bist.
Vierte Runde (Zielsprint)
17,2 Km sind es jetzt noch. Du läufst eine Wendepunktstrecke zur Aidstation in
Diekholzen 8,6 Km hin und genau den gleichen Weg wieder zurück.
Vom Tor des Sportplatzes aus nun erstmalig nach links über die
Landstraße hinüber. Dort durch die Feldmark Richtung
ICE-Bahnstrecke. Du unterquerst sie durch einen
Fußgängertunnel. Weiter geradeaus. Nach etwa 200m halte Dich
an einer Drahtzaunecke links des Zaunes oberhalb der Bahnstrecke. Wenn
Du rechts des Zaunes weiterläufst, bist Du falsch und in einer
späteren Sackgasse.
Der richtige Pfad geht oberhalb der Bahn zum Waldrand.
Mäßige Steigungen führen Dich in den Wald. Über
ein angenehmes Gefälle kommst Du wieder hinunter nach Diekholzen
zur Aidstation kurz links hinter dem Sportplatz. Hier hast Du gut 152
Km und läufst nun den gleichen Weg zurück.
Herzlichen Glückwunsch im Ziel. War doch eigentlich schön oder ?
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