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1.8. - 19.00 Uhr
Wir hatten zum Abschluß eine große Runde und die Finisher konnten gebührend gefeiert werden. Jedes Mal spielen sich an diesem langen Wochenende wieder ganz persönliche Geschichten und Ereignisse ab. Jedes Jahr unterschiedlich. Läuferische Zweckgemeinschaften entstehen spontan und nicht selten entstehen hieraus echte Freundschaften. Zum Beispiel Jochen und der Niederländer Jo liefen 130 km zusammen. Eins der anwesenden Kinder fragte, ob sie nach dem STUNT heiraten werden. Ist wirklich wahr! :-)
Wer 100 Meilen gelaufen ist, der hat etwas wirklich Besonderes geleistet und erlebt. Das ganz persönliche Drama, Gründe gehabt zu haben für einen vorzeitigen Abbruch, ist jedes mal niederschmetternd, ich selbst weiß da, wovon ich schreibe. Aber auch diese vorübegehenden Tiefschläge gehören zur sportlichen und persönlichen Weiterentwicklung dazu. Seine persönlichen Grenzen zu erleben, ist niemals leicht und niemals bequem.

STUNT 100 zum 6. Mal. Vorgenommen haben wir uns das vor 5 Jahren nicht. Unverbindlich immer solange es Spaß macht. Es hat aber wieder soviel Spaß gemacht, daß es hier auch in eine 7. Runde gehen wird. Termin folgt. Voraussichtlich Mitte August 2011.

Das Helferteam vom STUNT 100, inzwischen freundlicherweise auch durch Helfer von außerhalb der orsteigenen Läufergruppe verstärkt, bedankt sich sehr herzlich für den Besuch unserer netten Gäste. Gute Erholung und bis bald wieder auf unseren Trails.

Hansi


PS: Ich gelobe in diesem Jahr, so schnell es mir gelingt wieder eine Bildergalerie anzufertigen und online zu stellen. Wer dazu beitragen möchte, Bilder bitte an meine Emailadresse, bzw. dort meine Postanschrift für den Versand einer CD erfragen. :-)





1.8. - 15:30 Uhr
Regenschauer zum finalen Zieleinlauf von Heiner Schütte. Mit 31.30h hat er es geschafft. Wir sind schnell mit unserem Grilltischen ins Zelt gezogen. Ein große Runde Läufer, Angehörige und Helfer, sowie einige Zuschauer sind zusammen. Gleich Finisher-Ehrung. Melde mich später ausführlich.


1.8. 12.20 Uhr
Demnächst wird das hier wieder rund gehen. Carsten Dietz müsste jeden Moment kommen, gefolgt von den anderen. Heiner Schütte startete vor wenigen Minuten auf seine letzte Runde. Es geht ihm relativ gut, er wird aber für den Rest bis kurz vorm Zeitlimit brauchen.

Interessant: Während wir hier keine Riesenwerbung für den Lauf machen, interessieren sich dieses Jahr massiv die lokalen Medien für unsere Veranstaltung. Und zwar im positiven Sinne. Keineswegs so in der Art, "Welche Spinner laufen 100 Meilen?", sondern absolut anerkennend und positiv. War immer so hier, aber dieses Jahr erscheint das Interesse richtig groß und seriös. Habe Fusseln am Mund von den Interviews. Achim Heise aber auch. Seine Frau Sonja ist stolz :-)) Zurecht!


1.8. - 10.35 Uhr
Es sind wieder Teilnehmer im Ziel und werden von anwesenden Helfern und Angehörigen begeistert begrüßt! Oliver Arndt hat es wirklich geschafft. Nach über einer Stunde Ruhe und Aufgabewillen nach 144 km ist er wieder los und erreichte das Ziel nach 25:35h. Auch ich lerne daraus, daß es immer noch weiter geht, wenn der Kopf sagt, daß garnichts mehr geht. Ihr hättet Oliver liegen sehen sollen. Seine Augen! Und dann hättet Ihr ihn finishen sehen sollen. Unglaublich.

Bruno Kostrewa und kurz danach Helmut Hardy sind im Ziel. Bruno ist super drauf, er sah gegen Ende besser aus als nach noch 50 km. Er hat 100 Meilen gefinisht. Ebenso wie Helmut, der hier freundlich über den Kurs lief, sicherlich unterwegs mal im mentalen Loch hockte, aber sich wieder fing.


1.8. 9.20 Uhr
Marco Dominé hats als Vierter geschafft. Diesmal fiel es ihm deutlich schwerer als letztes Jahr, aber er hats wieder gepackt. 24:13 seine Zeit.
Dicht im Nacken Jochen Kruse und Jo Lukasik. Sie liefen viele km zusammen und kamen glücklich und zufrieden hier in 24:24h an.
Wir warten auf Oliver Arndt. Er kommt jeden Moment. Die eine Stunde Pause half Wunder. Ich sah ihn in Diekholzen nach rund 153km. Er rannte dort unterm 6er Schnitt. Sabine kam kaum nach. ;-)


1.8. - 7.20 Uhr
Oliver Arndt läuft (geht) weiter!!!!! Sabine begleitet ihn. Er ist glücklich, am Ende diese Entscheidung getroffen zu haben.
Brigitte ist leider nach 117 km ausgestiegen. Sie schläft jetzt in Diekholzen. Ich weiß noch nicht, was los ist.

Helmut Hardy läuft jetzt in seine 4. und letzte Runde.


1.8. 7.00 Uhr
Bruno ist nach 3 Runden und 144 km da. Ihm geht es sehr gut und er will gleich weiter, um alles hinter sich zu bringen. Der zweite Delligser Läufer wird es hier heute gut schaffen. Muß wohl ein Ultraläufer-Nest dort sein. ;-)

Helmut Hardy kommt kurz danach. Auch er ist gut drauf. Er versorgt etwas länger. Beide haben nur noch die letzten 17 km vor sich, um den STUNT 100 zu finishen!


1.8. - 6.50 Uhr
Oliver Arndt hängt nach 3 Runden (144 km) ziemlich in den Seilen. Er will hier aufhören, hat sich aber noch nicht völlig endgültig entschieden. Seit fast einer Stunde bearbeiten wir ihn vorsichtig, daß er wenigstens geht. Er hat hier schon die Hitzeschlacht von 2006 gewonnen und wurde vorletzes Jahr Zweiter. Dieses Jahr lief er schon die 100 Meilen der TorTour de Ruhr. Er sagt, er müsse sich heute nichts beweisen, er hat schon gezeigt, daß er es kann. Völlig richtig, aus eigener Erfahrung weiß ich aber, daß man sich hinterher ärgert, auch wenn man in der Sekunde der Entscheidung zur Aufgabe genügend Gründe hatte. Es sind noch 17 km für Oliver bis ins Ziel. Er geht allerdings seit 40 km nur noch und die Perspektive jetzt auch nur noch mit 3 bis max 4 km/h stundenlang gehen zu müssen, die ist echt mies.
Einem Menschen an einem solchen Entscheidungspunkt muß man vorsichtig begegnen. Um ihn zu motivieren, darf man ihm auch nicht auf die Nerven fallen, sonst macht der Kopf zu. Wir haben die Hoffnung aber noch nicht aufgegeben, ihn nochmal aufrichten zu können. Sabine, seine Frau ist gerade bei ihm. Sie ist für eine Laufbegleitung umgezogen.


1.8. - 6:15 Uhr
Heiko Ludwig, der Vorjahressieger, kommt nach genau 22 Stunden als Dritter an. "Warum tut man sich das nur immer wieder an?" Und lächelt dabei. 100 Meilen laufen. Das ist eine Hausnummer. Er finishte nun das dritte Mal bei uns.

Oliver Arndt hängt ein wenig nach der dritten Runde. "So dreckig gings mir hier nach 3 Runden noch nie." Er ißt gerade etwas Kartoffelpurre. Wir flößen ihm einen heißen Kaffee ein, seine Frau ist da. Wird weiter gehen, kein Problem.


1.8. - 5:23 Uhr
Peter Haarmann wird in einer absoluten Superzeit von 20:51 Stunden Zweiter beim STUNT. Er gönnt sich genauso wie Achim vor ihm erstmal ein Bier. Auch ihm geht es gut. Er ist auf dem Rückweg der letzten Runde richtig flott gerannt.
Wir haben hier ab und an mal einen ganz leichten, erfrischenden Schauer. Eher angenehm als störend. Auch die morgendlichen Temperaturen sind sehr gut. Peter kam ebenfalls gut zurecht mit seinem neuen GPS-Gerät. Er hat es erst seit einigen Tagen und kam gut klar damit.

Leider steigt Thomas Ehmke in Diekholzen beim km 128 jetzt aus. Er ist fertig, die Oberschenkel machen nicht mehr mit. Schade, näheres weiß ich noch nicht. Ich hoffe, er erholt sich bis zum UTMB in 4 Wochen. Meines Wissens ist es sein erstes DNF in einem Ultra. Sollte das so sein, dann weiß ich, daß sowas an einem nagt und man sich ärgert. Aber Thomas ist eine metal superharte Sau. Ich habe ihn schon mehrfach insbesondere nachts mental kämpfen und gegen den Schweinehund gewinnen sehen, daß ich es kaum glauben konnte. Thomas, Kopf hoch, das kommt wieder!


01.08. - 3:16 Uhr
Achim Heise vom Delligser SC gewinnt in einer Wahnsinnszeit den STUNT 100! Er braucht 19:16 Stunden für diese schweren 100 Meilen Trail. Zur Orientierung: Der Streckenrekord in einer wahren Weltklassezeit von Giselher Schneider liegt bei 18:48h.
Achim sieht spitze aus bei seinem Zieleinlauf, so wie die ganze Strecke. Wir haben ihn nicht ein einziges Mal sichtbar erschöpft, schlecht gelaunt oder irgendwas in dieser Richtung erlebt. Er kann es nun noch nicht fassen, was er gerade geleistet hat und in welchen Dimensionen sich diese Leitung abspielt. Finish in allen Ehren, wenn die Leistung gleich beim ersten Lauf über 100 Meilen sich gleich in diesen Größenordnungen abspielt, dann muß man auch das mit Aufmerksamkeit beachten. Ich bin wirklich gespannt, wie Achim sich im Ultralauf weiterentwickelt.
Fakt ist: In Norddeutschland gibt es zur Zeit nicht viele Läufer, die aktuell hier mithalten können. In diese Regionen ist Achim mit seinem Sieg beim STUNT gleich vorgestoßen.

Bei 144 km lag der Zweite Peter Haarmann über eineinhalb Stunden zurück, was auch im Vergleich zu den Vorjahren eine Riesenzeit bedeutet. Er hing scheinbar ein wenig mental, wird sich auf dem Rückweg von Diekholzen jedoch sicher noch fangen und ein grandioses Finish hinlegen.

Ich muß nun jede Menge tabellarische Zeiten nachtragen. Dauert jetzt ein paar Minuten, bis die Zwischenstände aktualisiert und online sind!


31.07. - 22:05
Hier gehts schon wieder fast Schlag auf Schlag bei km 100. In halbstündigem Abstand kommen die Läufer rein. Ausnahmslos alle guter Dinge. Jochen Kruse und Jo Lukasik haben ein Gespann gebildet. Traditionell verdrückt Jochen hier bei km 100 erstmal einen Burger. Er hat Jo hier erstmal in die deutschen Verhaltensweisen eingeführt. Der Niederländer tut es ihm gleich. Ein Traum-Bild! :-)
Beide machen sich nun frisch, ziehen sich um und verabschieden sich in Kürze in die Nacht.

Wir haben seit heute Nachmittag ganz tolle Temperaturen zum Laufen. Es ist warm in angenehmen Ausmaß. Sehr gut zu laufen. Offenbar wird die Nacht nicht sehr kalt. Wird gut werden. Etwas weiter hinten haben sich Gunnar und Thomas wohl kurz getrennt. Sie erreichen Godenau (km 82) in 2 min Abstand.

Zur Sekunde kommen Thomas Ehmke und Bruno Kostrewa bei km 100 nach 14:10h an. Bruno muß kurz an einer Blase behandelt werden. Nichts Schlimmes. Er sagt gerade zu mir, er fühlt sich nun besser als nach 50 km. Schön. Und noch ein Zitat von ihm: "Blase? Sowas hab ich ja im Leben noch nicht gehabt!"

Gerik ist jetzt auch da. Alles Bestens, sagt er.


31.07. - 20.40 Uhr
Pete Haarmann mit rund 50 min Rückstand auf Achim auf Platz 2 in Sibbesse nach 100 km. Auch gut drauf, läuft weiter. Auf Platz 3 der Vorjahressieger Heiko Ludwig. Die Zeiten kommen gleich in die Tabelle.
Wir rechnen gerade nach: Achim kann hier unter Umständen eine Zeit unter 20 Stunden erreichen. Wir warten noch die Infos aus Diekholzen aus der Nacht ab. Aber er läuft unglaublich. Ihr müsstet das sehen!

Darius Kus ist leider ausgestiegen bei km 82. Sein Magen behält absolut nichts bei sich, er ist schwach auf den Beinen. Schade, denn er hatte sich wirklich stark schon seit einem Jahr zuvor auf den STUNT vorbereitet.


31.07. - 19.14 Uhr
Achim Heise vom Delligser SC führt mit rund einer Stunde Vorsprung den STUNT 100 an! Er ist nun nach 11:14h Laufzeit bei km 100 in Sibbesse angekommen. Es folgte mein angekündigter tiefer Blick in seine Augen. Ich bin überzeugt: Zumindest auf den nächsten 30 km wird hier nichts anbrennen und er wird seinen sehr schnellen Rythmus halten können. Er ist einfach in ausgezeichneter Verfassung. Selbst wenn er irgendwann einbrechen sollte, wird das eine Bombenleistung hier bei Achim´s erstem Lauf über 100 Meilen.

Danke auch für die vielen Emails. Die Läufer werden sie nach 100 km bekommen. Jochen´s Postfach quillt hier zwar schier über und er ist mir eine Druckerpatrone schuldig ;-)  aber den Läufern helfen die Mails sicher weiter.


31.07. - 18.40 Uhr
O-Ton Helmut Hardy mit einem Augenzwinkern: "Wer hat sich das hier bloß ausgedacht?"
Er hat gerade die superbrutale Steigung bei km 72 mit ihrem massiven Bewuchs hinter sich und kreuzt oben durchs wellige, aber immer noch dichte Gebüsch.
Der führende Achim Heise wird hier kurz nach 19 Uhr erwartet.


31.07. - 17.50 Uhr
Donnerschlach! So ein Teufelskerl! Achim Heise ist deutlich schneller als von uns gedacht und scheucht uns hier regelrecht auf, damit wir rechtzeitig die Verpflegungsstationen beziehen. Er ist jetzt fast bei km 90, sehr viel schneller als die Schnellsten im letzten Jahr und ich werde ihm erst bei km 100 in die Augen sehen können. Und dann will ich da mal ganz tief rein schauen. Wenn der Läufer mit der höchten Grundschnelligkeit aller Teilnehmer einfach einen Flow hat, dann läufts eben und dann kann er das auch maßvoll durchziehen. Nur weil es sein erster 100 Meiler ist, braucht er seinen Möglichkeiten entsprechend nicht kriechen. Große Vorsicht ist geboten, aber wenn es rollt, dann darf das auch. Ich schaue beim km 100 mal in seine Seele. Definitiv kann man dann eine vage Prognose anstellen, wie er durch die Nacht kommt.


31.07. - 16.50 Uhr
Och schade, Maria und Rainer Satzinger hören auf. Ist schlicht nicht ihr Tag heute. Blöd, aber vergleichsweise sind sie als hocherfahrene Ultraläufer guter Dinge. Sie wissen, sowas passiert eben mal. Es gibt Tage, da läufts eben nicht.
Jo Lukasik hat sich am Rücken vom Trinkrucksack wund gescheuert. Wir fahren Jutta, Krankenschwester, auf die Strecke zu km 69. Sie wird ihm dort einen professionellen Verband anlegen, so daß er auch mit Rucksack weiterlaufen kann. Sie ist selbst Marathon des Sables gelaufen und weiß worum es geht.
Brigitte kurz vor den Satzingers rennt und rennt. Es geht ihr gut. Durch ihren Ausstieg ist sie jetzt zwar Letzte, aber um sie muß man sich keine Sorgen machen. Sie läuft hier das 5. Mal und wird das 5. mal finishen.


31.07. - 15:55 Uhr
Thomas Eberhard und Gunnar sind hier vor einiger Zeit durch. Thomas ist launetechnisch ja echt nicht kaputt zu bekommen. Ich kenne ihn ausschließlich fröhlich. Er läuft mit Gunnar zusammen. Gunnar verpflegt hier ziemlich lange und fragt nach dem Zeitlimit für 100 km. Hmm, eigentlich Quatsch, er ist hier echt anständig dabei. Heiner kommt gerade, auch in bester Stimmung.
Was mich wirklich erfreut ist, daß die Orientierung nach GPS zu funktionieren scheint. Mal sehen, wie die Läufer das in der Nacht hinbekommen. Aber meine Idee und Prognose, daß das die Zukunft der Trail-Ultras werden könnte, scheint aufgehen zu können. Wir haben bisher jedenfalls nicht ansatzweise die Verläufer wie in den Vorjahren, wo sie sich nach Karte und Streckenmarkierung orientieren müssen.
Vorn ist Achim sehr schnell. Inzwischen bei km 69 in Everode durch. Die Tabelle mit den Zwischenständen wird demnächst aktualisiert, wenn wieder mehr Bewegung da ist. Jetzt gerade dürfte Achim in diesem superharten Anstieg bei km 72 stecken. Na, viel Spaß dabei und einen wirksamen Zeckenschutz. :-)

31.07. - 14.35 Uhr
So, etwas mehr Luft. Die Technik bei zeitgleich geballt eintreffenden Läufern trieb mich fast in den Wahnsinn.
In wenigen Minuten aktualisiere ich nochmmal die Tabelle mit den Zwischenständen. Hier ist in kurzen Abständen viel Bewegung. Der Sturz von Marco Dominé war gottlob doch nicht sooo schlimm. Die Teilnehmer kommen relativ guter Dinge in Sibbesse an. Jochen Kruse wieder in Top-Laune und immer mit Späßen auf den Lippen. Bruno Kostrewa hat sich am Ende von Runde 1 um etwa einen Km zu seinen Ungunsten verlaufen, trägts aber mit Fassung. Auch die meisten anderen sind hier inzwischen durch. Die Stimmung ist klar: Sie sind nach 50 sauharten km schon relativ angeknockt, wissen aber, daß sie noch rund 110 km und eine ganze Nacht vor sich haben. Das Bewusstsein dafür erzeugt tatsächlich schon ein respektvolles Gefühl. Sie wollen einfach alle auf die nächste Runde um ein Gefühl für den sich einstellenden Erschöpfungszustand zu bekommen.
Es ist hier warm und schwül, aber noch nicht sehr unangenehm. Sie werden in den Abendstunden gut laufen können.

31.07. - 12.50 Uhr
Veränderungen auf dem Rückweg der schweren 1. Runde. Die Läufer sind recht schnell unterwegs dieses Jahr. Schaun wir mal. Marco Dominé ist irgendwo gestürzt und hat wohl Schürfwunden. Näheres weiß ich noch nicht, es soll aber wohl nichts Schwerwiegendes sein. Eine Krankenschwester kann ihn hier in Sibbesse versorgen bei Bedarf.
Auf dem Külf nach 30 km sind nun alle Läufer guter Dinge durch. GPS-Orientierung klappt.

31.07. 12.25 Uhr
Achim Heise als Führender guter Dinge in Godenau nach 38 km durch. Dahinter Thomas Ehmke. Hinten sind im Aufstieg zum Külf noch Brigitte, Heiner und Maria und Rainer Satzinger. Alle anderen bereits bei km 30 auf dem Külf durch.

31.07. - 11.20 Uhr
Erste Rückmeldungen von der Strecke: Während Thomas Ehmke anfangs deutlich vor lief, führt nun nach 30 km auf dem Külf Achim Heise vom Delligser SC. Er läuft hier seinen ersten 100 Meiler, ist von der Grundschnelligkeit flott und hat gute Ortskenntnis. Ich hoffe ein wenig, daß er seine Führungssituation nicht zu sehr genießt. Übertreibt er es nicht, sehe ich ihn hier weit vorn finishen. Übertreibt er es, tippe ich auf DNF. Aber der Abstand zu Thomas Ehmke hinter ihm erscheint noch seriös. Also weiter so, Achim!
Der größte Teil der Läufer ist in Marienhagen durch und hat somit den Duinger Berg mit seinem starken Bewuchs hinter sich. BIsher haben sie die Strecke und den GPS-Track gut gefunden.
Meher persönliche Statements habe ich noch nicht.

31.07. - 8.45 Uhr
Guten Morgen! 20 Läuferinnen und Läufer sind seit pünktlich 8 Uhr auf ihrer langen Reise. Erstmals hier bei uns nur mit GPS und Karte, ohne weitere Markierung. Wir sind gespannt. Bisher scheints zu klappen, noch kein einziger Anruf erreichte mich. Die Läufer werden jetzt in vergleichsweise kurzen Zeitabständen an der ersten Aid-Station bei km 11,7 in Godenau erwartet. Die Ersten kurz nach 9 Uhr.
Wir haben herrlichen Sonnenschein. Der Wetterbericht sagt uns allerdings bis zu 26°C voraus.
Auf der ersten Runde, in der sich die Läufer jetzt befinden, haben wir ab etwa km 19 starken Bewuchs mit hohem Gras, Brennesseln, Disteln, Klette und Brombeerdornen zu tun. Und darin lauern dieses Jahr sehr viele Zecken. Viele Läufer sprühten sich deshalb hier vorm Start dick mit Zeckenschutz ein.
Interessant auch die unterschiedlichen Vor-Start-Verhaltensweisen. Einige sind echt rotiniert. Manchen ist die Anspannung echt anzusehen. Nun, mit dem Start und den ersten km dürfte sich jeder wieder beruhigen.

30.07. - 22.30 Uhr
Hatten gerade bei tollem Wetter ein klasse Briefing. Teilnehmer und Helfer zusammen hier im Clubhaus. Supersache, Superessen, Klasse Stimmung. Von den 20 Teilnehmern sind 9 erstmals hier am Start. Der 21., Michael Eilers ist leider verletzungsbedingt kurzfristig nicht am Start, wird aber vermutlich eine weitere Verpflegungsstation in der Nacht übernehmen können.
Als Verantwortlicher bin ich ja mal gespannt, ob es alle gut mit der Orientierung nach GPS auf die Reihe bekommen. Wenn nach der ersten Runde gutes Feedback in dieser Sache kommt, ist mir wohler.
Die hier schlafenden Teilnehmer nippen noch am Schlafbier und ziehen nun in ihre Zelte. Gute Nacht! Wir freuen uns alle schon tierisch auf den STUNT!

29.07. - 9 Uhr
Kämpfe wie in allen Jahren noch mit Listen, Tabellen, Technik, Gedöns. Klappt am Ende immer irgendwie.